Die christlichen Symbole aus ihrer Kindheit verschmelzen mit anderen religiösen und spirituellen Traditionen zu einem Ausdruck der Kräfte, die der Schöpfungsevolution zugrunde liegen: Glaube, Hoffnung und Liebe. Ihre Gemälde werden bereits seit 45 Jahren ausgestellt: in den Niederlanden, Belgien, Deutschland under Portugal.
Kindheit
Ihre Eltern gaben ihrem einzigen, 1942 geborenen Kind den Namen Marijke van Velzen. Unamore verbrachte ihre Kindheit in einer Welt aus Klang und Farben inmitten von Gesprächen zwischen Dichtern, Musikern und Architekten. Secunda Langehenkel, ihre Mutter, spielte Klavier. Ihr
Vater Pieter van Velzen war bildender Künstler. Seine Bleiverglasungen, Wandgemälde und Holzskulpturen sind noch immer zu bewundern, unter anderem in folgenden Kirchen: der kleinen H.H. Petrus en Pauluskerk und der Vredeskerk in Amsterdam, der Regina Ceali Kerk in Beverwijk, der Vincentiuskerk in Weesp und der Heilige Geestkerk in Doetinchem.
Die frühen Jahre
Als sich zeigt, dass Unamore malen möchten, richtet Vater Pieter seiner Tochter ein Atelier mit Blick über die Weiden bei Loosdrecht ein. Im Geiste der Freiheit, ausgelöst durch die Cobra-Bewegung, will Unamore, unterstützt von ihrem Vater und dem Leben selbst, ihre Talente entfalten. Im Alter von 21 Jahren hat Unamore ihre erste Ausstellung und schon bald folgen weitere Ausstellungen in unter anderem Amsterdam, Haarlem, Hilversum, Egmond aan den Hoef, Almere und Zwolle.
Politische Kunst
Ende der 70er Jahre und in der ersten Hälfte der 80er wird Unamores Werk von Themen aus der Politik inspiriert. Ihr Haus, in dem sie mit ihrem damaligen Ehemann lebt, ist ein Treffpunkt, an dem Gespräche über die Weltproblematik geführt werden. Ihr Engagement im Nahost-Konflikt führt zu einem Poster des Gemäldes ‚Beyrouth’ mit einem Text der palästinensischen Dichterin Fadwa Toeqaan. Beeinflusst von den feministischen Diskursen in jenen Jahren strebt Unamore nach einer eigenen persönlichen Verbindung mit den politischen Gegebenheiten in der Gesellschaft, die sich auf ihr tägliches Leben abfärben. In dieser Zeit wählt sie jeden Tag einen Artikel aus der Zeitung. Die Gefühle, die dieser Artikel in ihr hervorruft, setzt sie auf Papier um. So malt sie Hunderte ‚politische Tagebuchseiten’.
Reise ins Innere
Inspiriert von der Strömung l'écriture feminine erstellt Unamore 1983 ein kleines Buch unter dem Titel ‚Een halte’ (eine Haltestelle). Darin sagt Unamore: ‚Wenn ich male, kehre ich zurück in eine Zeit vor dem Sprechen, vor dem Schreiben, vor dem Denken, vor dem Wissen. Ich durchschreite den Raum des Wissens, taue dessen Grenzen auf, in denen das Wissen, das Denken, das Sprechen eingepackt sind, und begebe mich auf die Suche nach dem Verborgenen in mir.’ Diese Art des Malens hat sich ständig weiterentwickelt.

Gooijer Fine Art
Ab 1988 ist Unamore 10 Jahre bei der Gooijer Fine Art Gallery. Diese Galerie bietet Unamore die Möglichkeit, selbst in Freiheit malen zu können, während ihre Werke einem breiten Publikum gezeigt werden, wie auf der Lineart in Gent '88 und '89 und jährlich auf der Holland Art Fair in Den Haag sowie der Kunstbeurs in Amsterdam. Bei Gooijer Fine Art malt Unamore Gemäldereihen mit Themen wie Urstämme der Erde, Paul Cézanne, Ägypten, Kreta, Indonesien und Liebeslieder.
Schilder
Parallel zu ihren thematisierten Reihen entwickelt Unamore ihre eigene Art der Porträtmalerei. Sie malt abstrakte Porträts, die das kosmische Licht im Energiefeld des Auftraggebers wiedergeben. Die Konfrontation mit der Schönheit der Seele kann dieser Person eine neue, positive Lebensrichtung geben. Unamore bezeichnet diese Porträts auch lieber als Schilder, aufgrund der schützenden und heilenden Funktionen, die die Schilder in der schamanistischen Tradition haben. Seit 1983 hat Unamore etwa 250 Aufträge diese Art ausgeführt.

l'Ouverture d'Unamore
Nach der über zehnjährigen Zusammenarbeit mit der Gooijer Fine Art Gallery trifft Unamore den Entschluss, die vertrauten Strukturen der Kunstwelt zu verlassen, um tiefer in die Magie ihrer Kunst einzudringen. Im Jahre 2000 beginnt sie mit monatlichen Treffen in ihrem Atelier, die sie l’Ouverture d’Unamore nennt. Hier, in der Stille des Raums, in dem ihre Werke entstanden sind, kann man die Magie eines Gemäldes erleben, unbehelligt von der Flüchtigkeit und des Wesens des Kommerzes. In diesen Treffen wird der Kunst wieder ihre wesentliche Rolle in der Gesellschaft zuteil und sie ist nicht länger bloße Unterhaltung. Sie lädt den Besucher zu einem Dialog ein, einem intimen Gespräch mit sich selbst, dass er mit den anderen Anwesenden teilen kann. Dies kann zu einer Stellungnahme hinsichtlich der Probleme, vor denen unsere Welt gerade steht, führen.
Sieben europäische Städte
Die Art, wie Unamore Energiefelder von Menschen porträtiert, verschmilzt mit der Weise, wie sie Reihen über Stämme und Länder malt. Dies führt 2000 zu einem Projekt, das sieben Gemäldereihen zu sieben europäischen Städten umfasst. Die Gemälde, die Unamore für eine Stadt malt, zeigen die Energien, die von jeher an einem Ort in der Erde anwesend sind. Diese Energien haben die Menschen einst veranlasst, sich an diesem Ort niederzulassen, so dass dort eine für die Zivilisation fruchtbare Seelenqualität entstand. In den vielen folgenden Jahrhunderten haben die Bewohner jener Region diese Energien einerseits gespeist und andererseits beschädigt. Unamore nimmt diese Energien wahr. Wenn sie die Seelenqualität einer Stadt malt, bezieht sie historische Geschichten, Legenden sowie gegenwärtige soziale und politische Themen mit ein. Die Reihen sind eine überraschende Sichtweise auf die Rolle dieser Städte innerhalb Europas. Reihen dieses Projekts wurden bereits in Mechelen, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Fátima und noch drei andere Städte in Portugal, wie Oerèm, Entroncamento und Tomar. Paris und Granada werden noch folgen.